AUSSTELLUNGSRAUM MAXIM KÖLN

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Tina Tonagel

Eröffnung Freitag, 26. September, 19h
Ausstellung 27./ 28. September, 14 -19h


"punctus contra punctum"
Vortrag von Simon Rummel
über die Faszination des polyphonen Hörens
Sonntag, 28. September, 19h

 

Fotos von der Ausstellung:

 

 

 


 

Tina Tonagel
*1973 in Lemgo lebt und arbeitet in Köln
Studium Kunst und Musik auf Lehramt, Universität Bielefeld
Studium an der Kunsthochschule für Medien Köln
Direktion Projektraum Maxim (mit Anja Kempe und Robert Kraiss)

Ausgehend von einer Faszination für Material und Technik oder von einer Schnapsidee fertigt Tina Tonagel in holperige Maschinen umgewandelte Konzepte.
Papierwerfer, Garderobenstangen und Tapetenrollen werden motorisiert, ein alter Nähmaschinenantrieb zur Kraftquelle einer Kamasutra-Gebetsmühle umfunktioniert.
Reizvoll ist besonders das Zusammenspiel von komplexer, aber nachvollziehbarer technischer Konstruktion und der inhaltlich sehr freien Herangehensweise.
Die „Maschine zur Projektion eines Blumenmusters“ wird angetrieben von einer Musterrolle, die ihr Blumenmuster auf eine Folie druckt. Damit sie endlos laufen kann muss das Muster gleichzeitig wieder ausgewischt werden. Der vergängliche Moment, in dem das Muster seine Wirkung entfalten kann, wird feierlich auf zwei Leinwände projiziert.
Overheadprojektoren werden auch in der Arbeit „Contrapunctus“ als Bühne für die Produktion von Echtzeitfilmen eingesetzt. Das kinetische Theater, das auf der Glasfläche inszeniert wird, ist eine Mischung aus funktionellen Notwendigkeiten, Detailverliebtheit und ästhetisierenden Elementen. Die fragilen Mechanismen liegen weitgehend offen und verzichten auf künstliche Mystifizierung. Sie scheinen sich aus reinem Selbstzweck zu bewegen. Aber Mini-Kameras und Lcd-Bildschirme fächern die Bildebene auf und treten in Konkurrenz zu den mechanischen Spielereien.
Die Projektionsfläche vereinigt beides zu einem vielschichtigen Closed Circuit.