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Roseline Rannoch Fotos von der Ausstellung:
Roseline
Rannoch Dinge
und Proben von Dingen, von Objekten, von Stoffen, von Teilen von Dingen,
gefunden, gegossen, geflochten, geworfen, aufeinander gestapelt, hängend,
Sachen und Proben von Fragmenten von Stoffen, von Formen werden von Roseline
Rannoch so angeordnet, so vereint, dass man ihre gewohnte Ordnung, der
sie entstammen, noch ahnt, aber bereits konzentriert ist auf den Versuch,
ein anderes Wahr-Nehmen und Be-Greifen der Welt einzuschlagen. All diese
dort zusammengefundenen Dinge vereinen sich plötzlich auf einer anderen
Stufe der Sinnhaftigkeit; sie sind alle von hier, die Objekte und Objektstücke
und Teile von Teilen, von dieser Welt, führen aber von hier aus in
eine andere Dimension des Sehens und Verstehens, verbinden sich irgendwo
anders als hier, verdichten sich zu anderen Bedeutungen und Begriffen,
sie werden zu Modellen und Theorien einer Weltauffassung, zu einer Metaphysik
jenseits des ehemals metaphysisch beschworenen Wesens der Dinge, aber
tief in ihnen verankert. Roseline Rannoch nimmt die Dinge aus ihren gewohnten
Kontexten heraus, abstrahiert sie, aber sie tut noch viel mehr. Sie abstrahiert
die Formen der Dinge von ihren Stoffen und die Stoffe der Dinge von ihren
Formen. Sie trennt den Stoff und die Form an den unerwartetsten Stellen
der Objekte, sie schneidet sie auf, lässt sie rollen, hängen,
gegeneinander stoßen, am Rande des Möglichen, so, dass es fast
nicht mehr zu gehen scheint, sie schiebt die Stofflichkeiten an den Rand
ihrer Gestalten; so entblößt und dann auch gleich wieder verdeckt
mit anderen Bedeutungen, werden die Dinge zusammengestellt zu Konstellationen
mit ver-rückten Perspektiven, die nicht weniger sind als ganz neue
und noch stumme Begriffe von der Welt und ihren Verhältnissen konzentriert,
da-seiend, gegenwärtig und dem verbal Zugänglichen voraus. |